Muschelkalk-Bruchsteinfassade des Haupthauses von Gut Wilhelmsberg im Innenhof

Kitzingen am Main · Seit 1845

Gut Wilhelmsberg

01Der Ort

Kitzingen am Main

Kitzingen am Main

Die Kreisstadt Kitzingen liegt im nordbayerischen Unterfranken an den Ufern des Mains im Maindreieck und somit sprichwörtlich „mitten“ in Deutschland. Nur 20 km entfernt ist die Universitätsstadt Würzburg.

Das Stadtbild wird von der historischen Mainbrücke, der Mondseeinsel und dem Falterturm ebenso geprägt wie von vielen vinophilen Details an Häusern und Fassaden, die an Kitzingens große Zeit als größte Weinhandelsstadt Deutschlands erinnern.

Heute hat Kitzingen ca. 23.000 Einwohner, ist Kreisstadt des Weinlandkreises Kitzingen und wirtschaftliches Zentrum des Gebietes.

  • 01Weingut und Kellerei MeuschelThe Meuschel Estate
  • 02Exklusivlage: Der WilhelmsbergThe Wilhelmsberg vineyard (entirely owned by the Meuschel Estate)
  • 03InnenstadtCity centre
  • 04BahnhofStation
  • 05MondseeinselMondsee Island
  • 06FalterturmCrooked Tower
  • 07Historische MainbrückeThe historic Main Bridge
Historische Kartenskizze Deutschlands mit markierter Lage von Kitzingen
Lage Kitzingens — Kartenskizze
02Die Geschichte

Weingeschichte in Kitzingen seit 1845

The history of wine in Kitzingen from 1845 onwards

Mitte des 19. Jahrhunderts trat der fränkische Weinhandel einen nie dagewesenen Siegeszug an. Das unterfränkische Kitzingen am Main galt landesweit als dessen Zentrum und Hochburg.

Für Weinhändler Wilhelm Meuschel jr. gipfelte diese Blütezeit in der Errichtung eines außergewöhnlichen Betriebsgebäudes im Jahre 1906.

1845 gründete der gleichnamige Sohn von Johann Wilhelm das Unternehmen Wilh. Meuschel jr. in Buchbrunn. 1878 erfolgte der Umzug nach Kitzingen. Der Name Meuschel wurde mit seinem Angebot und seiner Qualität rasch über die Grenzen Frankens hinaus bekannt und geschätzt — so geschätzt, dass das Weingut 1890 zum herzoglich-sächsischen und 1903 zum königlich-bayerischen Hoflieferanten berufen wurde.

Noch heute steht das Wappen des königlich-bayerischen Hoflieferanten für Qualität, Zuverlässigkeit und Treue gegenüber dem Kunden.

Geschnitztes Relief der vier Generationen der Wittelsbacher Königsfamilie auf dem Wittelsbacher Faß
Relief der vier Generationen der Wittelsbacher Familie, geschnitzt in das „Wittelsbacher Faß“, 1906
Historische Gruppenaufnahme der Familie Meuschel und Gästen vor dem Eingang des Firmengebäudes
Die Familie Meuschel vor dem Firmengebäude
—Chronik

Chronik in Jahreszahlen

1845

Johann Wilhelms gleichnamiger Sohn gründet das Unternehmen Wilh. Meuschel jr. in Buchbrunn.

1878

Umzug des Unternehmens nach Kitzingen.

1890

Das Weingut wird zum herzoglich-sächsischen Hoflieferanten berufen.

1903

Berufung zum königlich-bayerischen Hoflieferanten. Die Originalurkunde ist bis heute erhalten.

1906

Errichtung des außergewöhnlichen Betriebsgebäudes in der Inneren Sulzfelder Straße zu Ehren des 100-jährigen Thronjubiläums der Wittelsbacher Familie entsteht zugleich das „Wittelsbacher Faß“.

2019

VDP-Winzer Markus Heid übernimmt gemeinsam mit Lukas Herrmann das traditionsreiche Weingut, das neue „Gut Wilhelmsberg“ entsteht.

2026

Das Gut Wilhelmsberg hat einen neuen Investor aus Kitzingen. Eine neue Ära startet. Moderner, nachhaltiger und zukunftsorientiert schaffen wir neue Erlebniswelten für die Stadt und weit darüber hinaus.

03Das Wittelsbacher Faß

Das Wittelsbacher Fass

The Wittelsbach barrel

20.000 L

Markantestes Zeugnis dieser Zeit ist neben der Originalurkunde von 1903 das „Wittelsbacher Faß“, das zur Errichtung des Kellereigebäudes im Jahre 1906 gefertigt wurde.

Zu Ehren des 100-jährigen Thronjubiläums der Wittelsbacher Familie wurde ein Relief der damals vier lebenden Generationen der Königsfamilie in das Holz des übergroßen Fasses geschnitzt.

Das Faß hatte ein Fassungsvermögen von 20.000 Litern und dient heute als imposante Sitzgelegenheit.

Historisches Foto zweier Kellermeister am Wittelsbacher Faß im Kellergewölbe
Das Wittelsbacher Faß im Kellergewölbe, 1906
04Der Handel

Der Weinhandel

The wine trade

Das Unternehmen kann auf eine lange Weinhandelstradition zurückblicken. Nach Gründung 1845 erhielt der Betrieb vom Landgericht Kitzingen zusätzlich das Recht, mit ausländischem Wein zu handeln.

So findet man zum Beispiel im „Preis-Verzeichnis der Weingroßhandlung Wilh. Meuschel jr.“ von 1911 Weine von Mosel und Saar, der Rheinpfalz, dem Rheingau und Rheinhessen, die jeweils „per 100 Liter“ angeboten wurden.

Daneben sind sogar Bordeauxweine aus den klangvollen französischen Weinbaugebieten St. Emilion oder aus dem Médoc flaschenweise gehandelt worden. Das Château Margaux oder das Château Pauillac waren ebenso gelistet, wie das Château Lafite.

„Eine Sehenswürdigkeit des fränkischen Weinbaues“ hieß es damals über das Firmengebäude. Die Keller hatten Platz für 10.000 hl Wein. Die fränkische Gesamternte von 1913 mit insgesamt 8225 hl hätte also die Firma Meuschel allein einlagern können.

Nahaufnahme einer gelagerten Weinflasche mit dem gekrönten Wappensiegel in einer Holzkiste
Historische Architekturzeichnung der Hoffassade mit handschriftlichen Anmerkungen, „Welche Pracht!“
Querschnitt des Gebäudes — Architekturzeichnung
05Das Gebäude

Das Haupthaus

The main building

Kopfsteinpflaster, massive Bruchsteinmauern, hohe Sprossenfenster, die stattliche Eingangstür, pompöse Ausmaße — das sind die ersten Eindrücke, die man gewinnt, wenn man den Hof des Anwesens zum ersten Mal betritt. Fast fühlt man sich zurückversetzt in eine gute alte Zeit.

Errichtet im Jahre 1906 hat das Hauptgebäude nichts an Charme und Würde eingebüßt — im Gegenteil. Der Bruchsteinbau ist eine Augenweide und intaktes, nutzbares Betriebsgebäude zugleich.

Das Hauptgebäude ist auf ca. 1000 m² Grundfläche zweigeschossig gebaut. Zudem ist es bis in eine Tiefe von elf Metern zweigeschossig unterkellert.

Im Erdgeschoss befinden sich Büroräume mit einer Stuckdecke. Nebenan liegt die Packkammer, ein großer Raum mit dekorativen alten Sprossenfenstern und schweren Eichenbohlen als Fußboden. Der mittlere Teil des Erdgeschosses beherbergt die komplett ausgestattete und voll funktionsfähige Kelterhalle mit Labor, dahinter eine Abfüllhalle, eine Brennerei mit bestehendem Brennrecht und einen Heizraum.

Historische Architekturzeichnung der Ostansicht des Haupthauses
Haupthaus, Nordansicht — Architekturzeichnung
06Der erste Stock

Präsentationsräume

Reception rooms

Die Räumlichkeiten im ersten Stock sind so etwas wie die Seele des Hauses. Die Einrichtung ist massiv, erstklassig erhalten und von bürgerlicher Eleganz, ohne schwer und verstaubt daher zu kommen.

Hier lässt sich die Tradition vergangener Epochen in all ihren Facetten erspüren. Ein wunderbarer Ort, sich zurückzulehnen und in alten Geschichten zu schwelgen. Bis zu 50 Personen haben hier oben Platz.

Auch die Nutzräume des Haupthauses erzählen alte Geschichten und sind trotzdem „in Betrieb“. Die Packkammer mit sehenswertem Holzdielenboden hat riesige Sprossenfenster, die den Raum mit Tageslicht durchfluten. Die 200 m² große Füllhalle ist acht Meter hoch und ragt über eine hölzerne, überdachte Laderampe ins Freie.

Historische Etagen-Grundrisse des Haupthauses: Erdgeschoss, erster Stock, Längsschnitt und Untergeschoss
Historischer Präsentationsraum
0711 Meter unter der Erde

Kellerräume

Cellars

Die beeindruckendsten Elemente des Weinguts sind die parallel liegenden, doppelstöckigen Gewölbekeller. Sie zeugen von der erfolgreichen Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Bis zu einer Tiefe von elf Metern reichen die zwei Kellerebenen mit insgesamt knapp 2000 m² Nutzfläche. In Franken und vermutlich auch in Deutschland ist das einzigartig.

Derzeit wird der obere Keller zum Lagern von Flaschen benutzt, der untere zum Reifen und Ausbau der offenen Bestände in Tanks und Fässern.

Blick durch den gewölbten Weinkeller mit Holzfässern und Edelstahltanks
Technische Schnittzeichnung des zweigeschossigen Gewölbekellers
Längsschnitt durch den zweigeschossigen Gewölbekeller — Etagen-Grundriss
08Der Nebentrakt

Die Kutschergebäude

The coachman's building

Gegenüber dem Haupthaus sind mehrere charmante Nebengebäude gereiht, die viel nutzbaren Raum bieten: Garagen für PKW und LKW, ein Kutscherhaus mit ausbaubarem Dachgeschoss und Pferdestall und als Herzstück des Nebentrakts eine „Bocksbeutelscheune“ für Veranstaltungen.

Der Nebengebäudekomplex fügt sich harmonisch in das Gesamt-Ensemble ein.

Die Deckenbalken und die Fachwerkwände der rustikalen Weinlaube liegen frei, der Fußboden besteht aus Muschelkalkpflaster. Die Theke ist mit Spüle, Kühlschränken und Spülmaschine ausgestattet. 40–60 Personen finden hier Platz.

09Die Lage

Wilhelmsberg & Weinbergshäuschen

Wilhelmsberg & the cottage

Die Weinlage „Kitzinger Wilhelmsberg“ schmiegt sich an einen Südwesthang über der Bundesstraße 8, direkt am Stadtausgang in Richtung Würzburg. Die 20.000 m² große Rebfläche wird derzeit ausschließlich durch das Weingut Wilh. Meuschel jr. bewirtschaftet.

Augenfälliges Detail ist ein gemauertes, zweigeschossiges Weinbergshäuschen mit ziegelgedecktem Walmdach. Das Untergeschoss war früher für Gerätschaften des Winzers vorgesehen. Die Ausblicke aus dem Obergeschoss sind malerisch, im Innenraum befinden sich Sitzgelegenheiten und ein kleiner Holzofen.

Die Kitzinger Lage „Wilhelmsberg“ umfasst knapp drei Hektar Rebfläche. Hier wächst vor allem Frankens wichtigste Sorte, der Silvaner. Daneben gedeihen Riesling, Kerner, Traminer, Dornfelder und Domina.

Weinbergshäuschen mit rotem Walmdach, umgeben von Weinreben am Wilhelmsberg
Historisches, illustriertes Weinetikett mit Ansicht des Kitzinger Wilhelmsbergs, Schriftzug „Wilh. Meuschel jr. Kitzingen a/M — Weinbau und Grosshandel“
Weinlage - Kitzinger Wilhelmsberg
10Heute

Gut Wilhelmsberg heute

Gut Wilhelmsberg today

Die 5E Management GmbH, ein Family Office aus Kitzingen, hat vor kurzem das Areal und die Rebflächen übernommen.

Aktuell fokussiert sich das Team auf die Fertigstellung bzw. Stabilisierung der Gebäudeinfrastruktur. Da in vielen Bereichen mit dem Umbau begonnen, aber noch nicht abgeschlossen wurde.

Das Architekturbüro Kriesinger & Kellermann und Team sind mit dem Um- und Ausbau der Immobilie beauftragt. Zunächst wird das Hauptgebäude saniert. Danach folgen die Nebengebäude und der Innenhof.

Das Gebäude wird den historischen Charakter beibehalten aber gleichzeitig technisch auf dem modernsten Stand gebracht.

Eine große PV-Anlage auf dem Dach wird zukünftig einen Großteil der benötigten Energie des Gebäudes bereitstellen.

CO2 Neutralität und Nachhaltigkeit stehen bei dem Bau und dem Betrieb in der Zukunft ganz weit oben auf der Agenda.

Gut Wilhelmsberg - Eingang zum Hauptgebäude
11Morgen

Gut Wilhelmsberg morgen

Gut Wilhelmsberg tomorrow

Kitzingen als Weinhandelsstadt soll wieder einen Ort des Weines bekommen. Besucher sollen Weine aus ganz Franken probieren und kaufen können.

Neben dem Aspekt des Weinhandels plant das Team einige großartige Highlights für Stadt und die Region. Das Areal soll zu einem Highleight für Touristen und Bevölkerung aus Kitzingen und Umgebung werden.

In den kommenden Monaten wird das Team schrittweise mehr konkrete Details zur Planung und Umsetzung geben. Folgt uns auf Instagram, um keine Nachrichten zu verpassen!

Gut Wilhelmsberg - Weintrauben aus eigenen Lagen